Am 2. November 2025 haben wir einen bewegenden gemeinsamen Gottesdienst gefeiert mit der Evangelisch-lutherischen Gemeinde in Belo Horizonte, unserer langjährigen Partnergemeinde in Brasilien.

Pfarrer Hans Zeller, der als ehemaliger Pfarrer von Belo Horizonte und Schwaig die Partnerschaft begründete, hat gepredigt, Pfarrerin Claudia Flierl-Simon hat Grüße aus der Thomaskirche übermittelt, Christine Schaller hat den Eine-Welt-Laden Fair&Mehr vorgestellt, der die Kinderkrippe der Gemeinde unterstützt. Das Präsidium der Gemeinde in Belo Horizonte hat uns herzliche Grüße nach Schwaig mitgegeben. (zum Dankschreiben aus Belo Horizonte – siehe „Unsere Partnerschaft“)

Blick auf Belo Horizonte – Stadt mit 2,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern, Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaats Minas Gerais. Wolkenkratzer, Villen und Armenviertel lassen die großen sozialen Unterschiede erkennen.

Mit viel ehrenamtlichem Engagement betreibt die kleine lutherische Gemeinde soziale Projekte für Kinder und Jugendliche in zwei Armenvierteln.
In der Kinderkrippe „Centro Cantinho Amigo“ werden 40 Kinder im Alter von 2-4 Jahren ganztägig betreut. Neben den pädagogischen Angeboten werden die Familien entlastet, wenn ihre Kinder in der Einrichtung gesund essen und täglich duschen können.

Den Hort für Schulkinder „Centro de Integração Martinho“ besuchen 100 Kinder und Jugendliche im Alter von 6-15 Jahren täglich in zwei Schichten. Im brasilianischen Schulsystem findet Unterricht jeweils Halbtags am Vormittag für die einen und am Nachmittag für die anderen statt. Wer es sich leisten kann, bezahlt zusätzlichen Privatunterricht. Im Hort wählen die Kinder und Jugendlichen unter anderem zwischen sportlichen und musikalischen Angeboten und erhalten Unterricht am Computer. Auch hier ist die Versorgung mit gesunden Lebensmitteln eine wichtige Unterstützung für die Familien.

Schnell waren die Kirchenbänke am Sonntag nach dem Gottesdienst zu langen Tafeln umgebaut und wir zu einem reichhaltigen Buffet mit der Gemeinde eingeladen.
Mit Übersetzern und Übersetzerinnen konnten wir intensive Gespräche führen sowohl über die Situation unserer Kirchengemeinden als auch über gemeinsame Sorgen beim Blick auf die Weltpolitik.
Wir haben gespürt: Auch wenn uns der Alltag unterscheidet, der Glaube verbindet uns. Die Partnerschaft und der Blick über den eigenen Horizont hinaus ist ein Segen!

Segen aus dem Gottesdienst vom 2. November in Belo Horizonte.

Am 1. Advent 2025 wurde der neue Pastor Lincoln Luiz Weitzel Eiter in unserer Partnergemeinde eingeführt.
Von links: Pfarrerin im Ehrenamt Aneli Schwarz, Pastor Lincoln Luiz, Synodalpfarrer Marcos Ebeling und Diakonin im Ehrenamt Valdinea Bull